VDMA Photovoltaik Produktionsmittel: Auftragslage wird schwächer

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Branche erwartet in diesem Jahr Umsatzplus von 9 Prozent, deutsche Technologielieferanten punkten mit überlegenen Produktionslösungen.

Frankfurt, 25. April 2018 - Die Auftragssituation der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland sorgt für eine verhaltenere Stimmung der Branche zum Ende des ersten Quartals 2018 gegenüber dem sehr starken Jahr 2017. In der aktuellen Geschäftsklimaumfrage des VDMA melden 50,8 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung und 45,1 Prozent eine gleichbleibende Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr erwartet die Branche ein Umsatzwachstum von 9,2 Prozent. Für 2019 ist die Prognose vorsichtig, es wird mit einer Umsatzsteigerung von 3,5 Prozent gerechnet. „In den Hauptmärkten der deutschen Maschinenbauer in Asien, insbesondere in China und Taiwan, wurden in den letzten 12 Monaten erheblich neue Produktionskapazitäten aufgebaut. In Verbindung mit einer Anpassung der Förderrichtlinien im größten globalen Photovoltaik-Markt China erwarten wir nur einen verhaltenen Aufbau neuer Produktionskapazitäten“, erklärt Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel. Investiert wird vor allem in Produktionstechnologien für effizientere Zellen und Dünnschichttechnologie. Zusammen mit deutschen Forschungsinstituten werden Hocheffizienztechnologien wie PERC, Heterojunction und bifaziale Zellkonzepte entwickelt. Hier können deutsche Maschinenhersteller und Technologielieferanten mit überlegenen Produktionslösungen punkten. Heterojunction und bifaziale Technologien bieten erhebliche Kostensenkungspotentiale und sind aufgrund ihrer physikalischen und technischen Eigenschaften besonders gut geeignet für trockene und heiße Klimazonen. „Wenn Hochtechnologie zu wettbewerbsfähigen Kosten gefragt ist, rücken deutsche Photovoltaik-Ausrüster in den Fokus. Gerade für die Dünnschicht-Photovoltaik wurden in der letzten Zeit erhebliche Investitionen getätigt. Wir rechnen aber in den kommenden Monaten mit geringeren Investitionen in moderne Ausrüstung und Technologie“, erläutert Dr. Jutta Trube, Leiterin der VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Obwohl die Wettbewerbsintensität steigt, berichten 84 Prozent der Unternehmen über eine befriedigende Preissituation. 61 Prozent der Unternehmen erzielen aktuell gute Erträge, während 37 Prozent befriedigende Erträge verbucht.


Kapazitätsauslastung hoch, Beschäftigtensituation stabil
Die Kapazitätsauslastung des deutschen Photovoltaik-Maschinenbaus lag im ersten Quartal 2018 für 27 Prozent der teilnehmenden Unternehmen im Normalbereich und für 51 Prozent darüber. In einer großen Mehrheit der Unternehmen ist darüber hinaus die Beschäftigtensituation stabil, je zur Hälfte werden die Aufträge mit Überstunden oder normaler Arbeitszeit abgearbeitet. Für die nähere Zukunft planen 50 Prozent der Unternehmen normale Arbeitszeit, 39 Prozent planen weiter Überstunden. Keine Änderung in der Personaldecke planen 33 Prozent, während 44 Prozent auf mehr Mitarbeiter setzen. 23 Prozent der Firmen wollen dagegen Personal abbauen.
Zur Stützung der Erträge fokussieren sich die Photovoltaik-Zulieferer sowohl verstärkt auf die Effizienzsteigerung von Produktion, Logistik, Personal und Vertrieb als auch auf die Reduktion der Beschaffungskosten. Längerfristige Investitionen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit werden sowohl in Effizienzsteigerungen als auch in Forschung und Entwicklung getätigt. „Chancen für den deutschen Solar-Maschinenbau ergeben sich in neuen Märkten wie Indien und der MENA Region. Dort hat man die Bedeutung von Photovoltaik als kostengünstigste erneuerbare Energiequelle erkannt. Im Land werden dort Produktionsstätten aufgebaut mit klarer Präferenz auf „Made in Germany“, betont Fath.

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