Markt für Solarequipment nimmt Verschnaufpause

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Investitionen der Solarindustrie in Dünnschichttechnologie tragen überproportional zum Erfolg der deutschen Maschinenbauer bei. Rekord-Exportquote von 93 Prozent. Asien-Geschäft breiter aufgestellt. Auftragseingang sinkt im ersten Quartal.

Der Markt für Solarequipment hat sich zum Jahresanfang 2018 weiter beruhigt. Die Umsätze der Hersteller von Solarequipment sind im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 48 Prozent gesunken, jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent gestiegen. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind noch gefüllt, im ersten Quartal wurde ein Verhältnis von Bestellungen zu ausgelieferten Anlagen („Book-to-Bill“) von 0,4 erreicht.

„Die bisher hohe Investitionstätigkeit der Solarzellenhersteller in den Ausbau bestehender und neuer Produktionskapazitäten geht zurück, die Produktion ist aber noch ausgelastet. Ferner beobachten wir eine Reduktion der Equipment Preise. Neue Aufträge kamen verstärkt für PERC und Black Silicon Anlagen im kristallinen Silizium sowie aus dem Dünnschichtbereich. Der Trend zur Implementierung neuer Produktionstechniken in Form von Upgrades bestehender Fertigungslinien ist nach wie vor ungebremst“, erklärte Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Asien-Geschäft breiter aufgestellt

Die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer erreichte zwischen Januar und März den Rekordwert von 93 Prozent. Das Kerngeschäft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im ersten Quartal 2018 auf 86 Prozent. Der Asien-Umsatz teilte sich wie folgt auf: Der größte Teil wurde mit China (40 Prozent) gemacht, gefolgt von Taiwan (7 Prozent). Der Rest der asiatischen Länder, zu denen auch Malaysia und Vietnam zählen, konnte zusammen 39 Prozent verbuchen. Hier zeigt sich, dass der Photovoltaik Anlagenbau sich in Asien inzwischen wesentlich breiter aufstellt. Deutschland blieb mit einem Umsatzanteil von 7 Prozent hinter Asien an zweiter Stelle, während Europa 4 Prozent der Umsätze verbuchte. Amerika kam nur auf 3 Prozent der Umsätze.

Umsatzstärkstes Segment im ersten Quartal 2018 war für den deutschen Photovoltaik-Maschinenbau die Dünnschicht-Photovoltaik (61 Prozent), gefolgt von dem Produktionsequipment für die Zelle (32 Prozent). Obwohl auf dem Weltmarkt die Produktion von Modulen auf Dünnschichttechnologie, zu denen die CIGS-Technologie (Copper-Indium-Gallium-Selenide) und CdTe-Technologie (Cadmiumtellurid) gehören, weniger als 10 Prozent beträgt, zeigt der hohe Anteil, dass speziell in diesem Segment viele Produktionslösungen aus Deutschland bezogen werden. Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot- und Wafer Fertigung waren mit 6 Prozent am Umsatz beteiligt und Produktionsequipment für die Modulherstellung mit 1 Prozent.

Auftragseingang zurückgegangen

Der Auftragseingang hat im ersten Quartal 2018 gegenüber dem vierten Quartal 2017 stark nachgelassen (minus 51 Prozent). Regionaler Schwerpunkt war abermals Asien mit 75 Prozent aller Bestellungen, wobei nur die Hälfte davon aus China kam. Aus Deutschland kamen 16 Prozent der Bestellungen, gefolgt von Europa mit 5 Prozent und sowie Amerika mit 4 Prozent. „Die Auftragsbücher sind noch gefüllt. Die Aufträge aus Asien zeigen inzwischen eine breitere Streuung in verschiedene asiatische Länder. Speziell der hohe Anteil für Equipment zur Herstellung von Dünnschicht-Modulen zeigt, dass deutsches Produktionsequipment gefragt ist“, erläuterte Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

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