Dünnschicht sorgt für Wachstum

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Investitionen der Solarindustrie in Dünnschichttechnologie tragen überproportional zum Erfolg der deutschen Maschinenbauer bei. Rekord-Exportquote von 89 Prozent, Asien-Geschäft breiter aufgestellt. Auftragseingang stieg deutlich im zweiten Quartal.

Frankfurt, 21. September 2018 – Der Markt für Solarequipment für die Dünnschicht
Anwendung wächst für die deutschen Maschinenbauer überproportional. In den ersten zwei
Quartalen wurden 58 Prozent der Umsätze in diesem Segment erwirtschaftet.
Im ersten Halbjahr wurden schon 55 Prozent des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr
verbucht. Betrachtungen des Gesamtmarktes Solarequipment zeigen einen Umsatzanstieg
von 24 Prozent gegenüber dem ersten Quartal und einen Anstieg von 35 Prozent gegenüber
dem Vorjahresquartal. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt, im zweiten Quartal
wurde ein Verhältnis von Bestellungen zu ausgelieferten Anlagen („Book-to-Bill“) von 1
erreicht.
„Die zukünftigen Ausbaupläne der PV-Industrie in Asien lassen kontinuierliche
Auftragsvergaben erwarten. Dabei werden die zu erwartenden Aufträge die Dünnschicht-
Technologien sowie die hocheffizienten kristallinen Technologien betreffen. Investitionen in
hocheffiziente Solarzellenkonzepte verschieben sich leicht aufgrund der Mitteilung der
chinesischen Regierung den Photovoltaikzubau in China zu begrenzen. Wir rechnen jedoch
in den nächsten 12 Monaten mit der Umsetzung der geplanten Investitionen in weitere
Produktionskapazitäten. Insbesondere das Programm der indischen Regierung zum Aufbau
neuer Produktionskapazitäten ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben“, erklärte Dr.
Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von
VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Asien-Geschäft breiter aufgestellt
Die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer erreichte zwischen April und Juni den
Rekordwert von 89 Prozent. Das Kerngeschäft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der
von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im zweiten Quartal 2018 auf 82
Prozent. Der Asien-Umsatz teilte sich wie folgt auf: Der größte Teil wurde mit China (39
Prozent) gemacht, gefolgt von Taiwan (4 Prozent). Der Rest der asiatischen Länder, zu
denen auch Malaysia und Vietnam zählen, konnte zusammen 38 Prozent verbuchen. Hier
zeigt sich, dass der Photovoltaik Anlagenbau sich in Asien inzwischen wesentlich breiter
aufstellt. Deutschland blieb mit einem Umsatzanteil von 11 Prozent hinter Asien an zweiter
Stelle, während Europa 6 Prozent der Umsätze verbuchte. Amerika kam nur auf 1 Prozent
der Umsätze.
Umsatzstärkstes Segment im zweiten Quartal 2018 war für den deutschen Photovoltaik-
Maschinenbau die Dünnschicht-Photovoltaik (62 Prozent), gefolgt von dem
Produktionsequipment für die Zelle (31 Prozent). Obwohl auf dem Weltmarkt die Produktion
von Modulen auf Dünnschichttechnologie, zu denen die CIGS-Technologie (Copper-Indium-
Gallium-Selenide) und CdTe-Technologie (Cadmiumtellurid) gehören, weniger als 10
Prozent beträgt, zeigt der hohe Anteil, dass speziell in diesem Segment viele
Produktionslösungen aus Deutschland bezogen werden. Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot und Wafer Fertigung waren mit 6 Prozent am Umsatz beteiligt und Produktionsequipment für
die Modulherstellung mit 1 Prozent.

Auftragseingang zugenommen
Der Auftragseingang hat im zweiten Quartal 2018 gegenüber dem ersten Quartal stark, auf
das 1,7 fache, zugenommen. Regionaler Schwerpunkt war abermals Asien mit 55 Prozent
aller Bestellungen. Aus Amerika kamen 31 Prozent der Bestellungen, gefolgt von
Deutschland mit 9 Prozent und sowie Europa mit 5 Prozent. „Die Auftragsbücher sind noch
gefüllt. Die Aufträge aus Asien zeigen inzwischen eine breitere Streuung in verschiedene
asiatische Länder. Speziell der hohe Anteil für Equipment zur Herstellung von Dünnschicht-
Modulen zeigt, dass deutsches Produktionsequipment gefragt ist“, erläuterte Dr. Jutta Trube,
Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

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